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Humor am Arbeitsplatz – Spaßkanone oder Schluss mit lustig?

Humor am Arbeitsplatz – Spaßkanone oder Schluss mit lustig?

Vermutlich jeder Arbeitsplatz hat mindestens eine Person, die durch Charisma und guten Humor besticht und rundum beliebt ist. Und viele Arbeitsplätze haben vermutlich auch mindestens eine Person, die mit ihrem Humor regelmäßig scheitert und sich somit unbeliebt macht. In dieser Hinsicht kann die richtige Portion Humor also aktiv die eigene Karriere und das Sozialleben verbessern, oder aber diesen im Weg stehen. Wie also findet man die richtige Balance, und lohnt sich das Risiko?

Karriere mit Witz

Tatsächlich vermittelt jemand, der erfolgreich andere Menschen zum Lachen bringen kann, Selbstbewusstsein und Kompetenz und wird damit positiv wahrgenommen – sowohl auf persönlicher, als auch professioneller Ebene. Doch natürlich hat Humor nicht nur Vorteile für den Witzbold, sondern fördert auch die Stimmung im Team. Ein Lachen kann ganze Teams zusammenschweißen, die nächste Präsentation interessanter gestalten, teilweise stressige Arbeit erleichtern, Produktivität und Kreativität fördern und insgesamt für eine bessere Stimmung am Arbeitsplatz sorgen. Diese gute Stimmung kann sich dann auch auf andere Teams, Klienten und Kunden ausbreiten.

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Wenn es nach hinten losgeht

Tatsächlich muss nicht jeder Scherz gut ankommen, um Selbstvertrauen zu demonstrieren. Allerdings kommt das natürlich auch immer auf die Art des Witzes an. Experten unterscheiden hier beispielsweise zwischen sozialem Humor, der freundschaftlich und verbindend wirkt, und aggressivem Humor, der oft mit Spott und Hohn verbunden ist und in extremen Fällen zu Mobbing ausarten kann. Es muss wohl nicht erwähnt werden, dass für letzteren Humor kein Raum am Arbeitsplatz ist.

Wir rufen natürlich auch nicht dazu auf, von jetzt an bei jedem Meeting und Gespräch einen Witz nach dem anderen abzuliefern. Für einen solchen Auftritt muss man zwar auch selbstbewusst sein, doch wer verkrampft versucht lustig zu sein, scheitert dabei oft und vermittelt Inkompetenz mehr als alles andere. Hier gilt also wie so oft; Qualität über Quantität.

Humor lernen

Es ist kein Geheimnis, dass Humor am Arbeitsplatz der eigenen Karriere helfen kann. Doch wie nutzt man das für sich selbst, wenn man sich in seinem eigenen Humor nicht sicher ist? Der einfachste Weg etwas über Humor und dessen Anwendungsmöglichkeiten zu lernen, ist sich ein Beispiel an den beliebten Scherzkeksen am eigenen Arbeitsplatz zu nehmen. Wie treten sie auf, worüber reden sie, und warum war dieser Kommentar lustig? Das klingt vielleicht etwas trocken, aber ein grundsätzliches Verständnis ist die Basis für guten Humor.

Ein weiterer Aspekt liegt darin, sich nicht zu verstellen. Gerade wenn eine andere Person imitiert wird, kommt es oft zu einem traurigen Schauspiel. Es gilt also auch, die eigenen Stärken zu identifizieren und die eigene Persönlichkeit richtig zu nutzen. Wer dabei Schwierigkeiten hat, kann sich sogar professionelle Hilfe suchen: Es gibt ganze Seminare zu dem Thema Humor am Arbeitsplatz, doch eine gute Alternative dazu sind Improvisationskurse, die in vielen Theatern in Österreich angeboten werden.

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Führungskraft oder Witzfigur?

Auch als Führungskraft muss man sich nicht davor scheuen, ab und zu mal lustig zu sein. Das Bild des starren Chefs, der soziale Interaktionen von Mitarbeitern als Produktivitätsbremse sieht, ist längst überholt und gehört nicht mehr zu erfolgreichen Unternehmen. Tatsächlich wird ein Mangel an Humor heutzutage mit einem Mangel an Menschlichkeit verbunden – und wenn Mitarbeiter sich nicht mit ihren Vorgesetzten identifizieren können, leidet deren Zufriedenheit und damit auch die Produktivität.

In dieser Hinsicht gilt Humor also auch als moderne Führungskompetenz. Hier ist es besonders wichtig, den Unterschied zwischen sozialem und aggressivem Humor zu kennen. Gerade als Führungskraft wäre aggressiver Humor der schnellste Weg, jeglichen Respekt Ihrer Angestellten zu verlieren. Sie haben jedoch auch die Verantwortung, Ihre Mitarbeiter zu ermahnen, falls diese Scherze auf Kosten anderer machen.

In einer Führungsposition gilt der Humor vorrangig dem Ziel, sich Dingen mit mehr Menschlichkeit zu widmen und den Berufsalltag so angenehm wie möglich für alle Beteiligten zu gestalten. Daher sollten Sie in Ihrem Humor auch jederzeit Empathie walten lassen, auch wenn Mitarbeiter mal Fehler machen. Arbeiten Sie zusammen daran und nehmen Sie es möglichst mit einem versöhnlichen Augenzwinkern – Humor ist schließlich, wenn man trotzdem lacht.

 

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Es ist kein Geheimnis, dass Humor am Arbeitsplatz der eigenen Karriere helfen kann. Doch wie nutzt man das für sich selbst, wenn man sich in seinem eigenen Humor nicht sicher ist?
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