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Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte – Bewerbungen

Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte – Bewerbungen

Bewerbungen

Die Abifahrt mit den Klassenkameraden nach Spanien ist überstanden, die auswendig gelernten Geschichtsfakten für die Abschlussprüfung zum Thema römische Kaiser sind schon lange wieder verdrängt und die gesammelten Unterlagen der letzten Jahre sind ganz hinten im Schrank vergraben worden – die Schulzeit ist vorbei und jetzt geht es, wenn man nicht unbedingt studieren möchte, ans Bewerbungen schreiben für den ersten richtigen Job. Dass das gar nicht so einfach ist, stellt sich meistens ziemlich schnell heraus und man verbringt Stunden damit, einen Satz im

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Franz Bauer

Anschreiben immer wieder umzuschreiben. Damit das in Zukunft vielleicht ein bisschen besser klappt, klären wir heute in unserer Reihe „Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte“ Tipps und Tricks zum Thema Bewerbungen. Damit wir auch nichts Falsches erzählen, steht uns Bewerbungscoach Franz Bauer mit Rat und Tat zur Seite. Also nichts wie los, damit das erste Gehalt nicht zu lange auf sich warten lässt – Computerspiele, Schuhe und iPhones wollen schließlich gekauft werden.

Bevor wir ins Detail gehen, sollten wir erst mal klären, was in eine vollständige, klassische Bewerbungsmappe gehört:

  • Deckblatt
  • Bewerbungsschreiben (= Anschreiben)
  • Lebenslauf
  • Zeugnisse (Zeugnis der höchsten abgeschlossenen Ausbildung, Dienstzeugnisse)
  • 3. Seite (= Motivationsschreiben)

Natürlich kommt der Umfang und Inhalt auch immer auf das Stellenangebot an. Für einen Job im kreativen Bereich werden zum Beispiel häufig noch Arbeitsproben und Hörbeispiele eingefügt.  Wenn man sich online bewirbt, sollten die Unterlagen außerdem bestenfalls im PDF Format verschickt werden und wenn möglich als eine Datei zusammengefasst werden. Kein Personalchef hat Lust, sich durch zig verschiedene Dateien zu klicken. Außerdem gilt, dass die eigene Email-Adresse möglichst seriös sein sollte. Heißer_Feger@hotmail.at ist zwar für die Freunde witzig, kommt im beruflichen Umfeld allerdings eher mäßig gut an.

Infografik Bewerbungen

Die Bewerbung kann natürlich noch so ein schönes Layout haben, aber wenn der Inhalt nicht gut ist, dann wird es trotzdem nichts mit dem Arbeitsplatz. Laut Franz Bauer sollte im Anschreiben geklärt werden, welche Qualifikationen man für den gewünschten Job mitbringt. Berufserfahrungen,die durch Praktika oder Nebenjobs schon gemacht wurden, sollten unbedingt erwähnt werden. Zusätzlich darf aber auch die eigene Persönlichkeit nicht fehlen. Soll heißen: Wenn man mehrfacher regionaler Schachmeister ist, dann sollte man seine analytischen Fähigkeiten auch erwähnen. Das kommt einem alles nur zu Gute und der Personalchef ist im besten Fall beeindruckt und lädt einen direkt zum Gespräch ein. Natürlich dauert der Text im Anschreiben seine Zeit, allerdings lohnt sich eine vernünftig und individuell geschriebene Bewerbung, denn geübten Personalchefs fällt eine Standardbewerbung sofort negativ auf.

Unser Experte hat noch ein paar Tipps bezüglich Fehlern, die man im Bewerbungsschreiben unbedingt vermeiden sollte. Zuerst einmal machen sich Rechtschreib- oder Grammatikfehler überhaupt nicht gut. Wer sein Anschreiben direkt mit „Seer geerte Damen und herren“ anfängt, der kriegt mit ziemlicher Sicherheit eine negative Antwort. Auch das passende Bewerbungsfoto spielt eine große Rolle. Dabei gilt, dass private Schnappschüsse von der letzten Party oder Urlaubsfotos absolut unangebracht sind. Und wenn wir schon beim Thema Fotos sind: Zeugnisse oder Urkunden sollten immer richtig eingescannt und nicht nur mit dem Handy abfotografiert werden. Das gibt nämlich viel zu schnell den Eindruck von Tatortfotos …

Adressieren wir jetzt noch die dunkle Seite der Macht: Social Media. Online Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Instagram sind witzig und wer von uns postet nicht gerne mal sein Essen, seine Urlaubsfotos oder ein niedliches Katzenbild.  Aber auch für die berufliche Entwicklung können solche Netzwerke von Vor- bzw. Nachteil sein. Laut Franz Bauer werden inzwischen immer mehr Stellenangebote auch auf Facebook ausgeschrieben und es gibt ganze Gruppen, in denen Jobangebote verbreitet werden. Zusätzlich gibt es natürlich auch noch professionelle Netzwerke wie Xing oder LinkedIn, die sich besonders auf Karriere und Brancheninfos spezialisiert haben und besonders von Recruitern gerne für die Kandidatensuche genutzt werden.

Social Media Plattformen

Gleichzeitig sollte man sich allerdings auch bewusst sein, dass Personalchefs ebenso über Social Media Bescheid wissen und potenzielle Kandidaten gerne mal googlen. Von daher lohnt es sich, vor der Bewerbung die eigenen Privatsphäre-Einstellungen, zum Beispiel auf Facebook, zu überprüfen. Denn die Fotos vom Absturz auf der letzten Party oder die Bikinifotos vom letzten feucht-fröhlichen Strandurlaub vermitteln meistes nicht unbedingt das richtige professionelle Image. Mal ganz davon abgesehen, dass radikale politische Ansichten oder ein „interessanter“ Humor in der Vergangenheit schon mehrfach zu Kündigungen geführt haben.

Wenn man dann aber alles richtig gemacht hat, das Anschreiben perfekt war, die Zeugnisse beeindruckt haben und man auf dem Bewerbungsfoto wie ein Engel ausgesehen hat, dann wird man zum Bewerbungsgespräch eingeladen. Das kann natürlich ein bisschen an den Nerven zehren, aber unser Experte hat ein paar positive Aussagen, die man vor dem Gespräch bedenken sollte.

Bewerbung Infografik

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Und falls das nächste Vorstellungsgespräch über Skype stattfindet, dann haben wir genau die richtigen Tipps für Sie.

Die Fotos vom Absturz auf der letzten Party oder die Bikinifotos vom letzten feucht-fröhlichen Strandurlaub vermitteln meistes nicht unbedingt das richtige professionelle Image.
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