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Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte – Kochen

Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte – Kochen

Kochen – die Grundkenntnisse

Sind wir doch mal ehrlich, Essen aus der Mikrowelle ist meistens kein Geschmackshighlight. Aber es ist halt schön schnell und man muss wirklich nicht viel mehr können, als wild ein paar Knöpfe zu drücken und dann auf das Beste zu hoffen. Irgendwann kommt aber dann doch der Zeitpunkt, wo man in der Küche steht, keine Lust mehr auf Fertigessen hat und denkt: „Es muss doch noch mehr machbar sein, nur wie?“ Hier kommen wir ins Spiel. In unserer Reihe „Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte“ setzen wir uns mit den Grundkenntnissen zum Thema Kochen auseinander und dafür haben wir auch eine Expertin ins Boot geholt. Also Schürze um und Hände gewaschen, jetzt wird die Küche erobert.

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Fangen wir ganz simpel an und kochen erstmal ein Ei. Jetzt mag der eine oder andere mit den Schultern zucken und auf den Eierkocher deuten, aber besonders in kleinen Studentenwohnheimen steht sowas meistens nicht wirklich zur Verfügung und man muss seine Frühstückseier „the old fashioned way“ zubereiten. Dazu einfach die Eier mit einer Nadel anstechen und in einen Topf mit kochendem Wasser legen und durchschnittlich 4 Minuten warten. Wer es gerne detailliert nachlesen möchte, findet hier noch eine genauere Anleitung.

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Quelle: Mel. Buml / GourmetGuerilla

Für die richtigen Gerichte und das eigentliche Kochen – was dann doch ein bisschen mehr Geschick als Eierkochen benötigt – haben wir uns Tipps von Mel. Buml vom Blog Gourmet Guerilla geholt. Sie zaubert regelmäßig die tollsten Kreationen in der Küche – allerdings ist genau das etwas, was man bei den ersten Schritten in der Küche nicht erwarten sollte. Mel. warnt davor, direkt am Anfang keine zu hohen Erwartungen an sich zu stellen, um am Ende nicht enttäuscht zu sein. Stattdessen sollte man mit Reis, Pasta oder dem Schmoren von Gemüse anfangen und sich langsam an die schwierigen Sachen herantasten. Aber kommen wir zuerst zu der perfekten Starter-Set-Ausstattung: Ein scharfes (nicht zu großes) Messer, ein Holzbrett, ein funktionierender Sparschäler, ein Sieb, ein Topf, ein Messbecher und eine Pfanne sind perfekt für jeden Küchen-Neuling und decken den Zubehörbedarf für die meisten Grundrezepte ab.

Nachdem die Frage nach den Utensilien jetzt geklärt ist, kommen wir zum eigentlichen Event: dem Kochen an sich. Zuerst muss man sich die Grundregel merken, dass man niemals etwas unbeaufsichtigt auf dem Herd lassen sollte. Denn sonst hat man schnell anstatt eines flambierten Steaks eine flambierte Zimmereinrichtung. Die Zutaten spielen selbstverständlich eine große Rolle und Mel. Buml rät dazu, ruhig mal gesundes Kochen zu versuchen. Was bei vielen jetzt Schweißausbrüche und traumatische Kindheitserinnerung an Spinat und Brokkoli auslöst, muss tatsächlich nicht immer langweilig und teuer sein. Gerade als Kocheinsteiger in der Studentenbude ist meistens nicht unbedingt das Budget für die feinsten Zutaten vorhanden, aber keine Sorge, das Gemüse aus dem Billigsupermarkt tut es auch. Es muss nicht immer das Reformhaus sein.

https://www.flickr.com/photos/120600995@N07/

https://www.flickr.com/photos/120600995@N07/

Kommen wir zum Thema Gewürze: Alles riecht so toll und manches ist bunt, aber im Prinzip hat man keine Ahnung, was das meiste davon ist oder wie es schmeckt. So geht es jedem. Besonders am Anfang einer großen Karriere in der Küche neigt man dazu, ein bisschen zu enthusiastisch mit Gewürzen umzugehen und alles einfach mal auszuprobieren. Das ist an und für sich nicht verkehrt – wie soll man es sonst lernen – kann allerdings manchen Gerichten eine unerwartete Wendung geben. Generell gilt die Daumenregel, dass man lieber sparsam mit Gewürzen umgehen und im Zweifelsfall einfach nachwürzen sollte.

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Quelle: Mel. Buml / GourmetGuerilla

Jedes Gericht verlangt vom Koch andere Dinge ab, allerdings lohnt es sich besonders bei den Klassikern wie Spaghetti Bolognese oder Nudelauflauf einfach mal die eigene Mama anzusprechen. Die hat im Zweifelsfall nicht nur bereits ein altbewährtes Rezept für das Gericht in ihrer Rezeptesammlung, sondern direkt auch ein paar Kochtipps auf Lager. Wer sich erstmal an ein paar Gerichte getraut hat und dabei nicht die Nachbarschaft abgefackelt oder die Mitbewohner vergiftet hat, für den hat Mel. Bluml noch einen Tipp für ein leckeres Rezept für besondere Anlässe: Geschichtetes Lachstatar. Wem der Name jetzt schon zu sehr nach 5-Sterne Restaurant und kompliziert klingt -keine Sorge, es ist trotzdem noch relativ einfach umsetzbar. Die Shoppingliste für den Supermarkt und die Anleitung für die Zubereitung sind unten zu sehen.

Rezept

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Und wenn Sie jetzt diverse Sachen gekocht haben und die Tupperdosen zum Einfrieren voll sind, dann finden Sie hier Stifte, damit Sie alles ordentlich beschriften können.

Was bei vielen Schweißausbrüche und traumatische Kindheitserinnerung an Spinat und Brokkoli auslöst, muss tatsächlich nicht immer langweilig und teuer sein.
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