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Digital Detox – 7 Tipps zum Einstieg

Digital Detox – 7 Tipps zum Einstieg

Digital Detox – sowas hört man doch in letzter Zeit öfter von den Stars und Sternchen, sagen Sie? In Wirklichkeit ist dieser Trend, der auch bei uns bereits Anhänger gefunden hat, gar nicht so absurd. Studien zeigen, dass der Konsum von Online-Medien in Österreich, Deutschland und der Schweiz immer stärker wird.

Stellen Sie sich vor, sie müssten eine Woche lang ohne Internet, Handy und Fernsehen auskommen. Welche Gedanken schießen Ihnen dabei zuerst durch den Kopf? Müssen Sie vielleicht sogar lachen? Zweifeln Sie daran, ob das überhaupt möglich ist? Dafür müssen wir Österreicher nicht einmal tief in die Tasche greifen, um ein Digital Detox Camp zu besuchen. In den Alpen, quasi vor der Haustür, gibt es Unterkünfte, die sich dem Trend verschrieben haben. Handys haben einfach keinen Empfang und es gibt kein Internet. Doch was kann man noch machen, wenn man nicht extra in den Urlaub fahren möchte, um digital zu entschlacken? Wir haben sieben Tipps für den Einstieg in den Digital Detox für Sie zusammengestellt.

1. Smartphone-freie Mahlzeiten

Zum Frühstück das neueste Weltgeschehen nachlesen oder während der Jausen die neuesten Urlaubsfotos von Freunden bei Facebook oder Instagram durchforsten. Das alles gehört so sehr zu unserem Alltag, dass es keine Rolle spielt, ob wir alleine sind oder uns unser Partner oder die Frollgegen gegenübersitzen. Schalten Sie bewusst ab. Fangen Sie klein an indem Sie z. B. während des Frühstücks kein Smartphone in Griffnähe haben. Ist das Smartphone erst von einer Mahlzeit verbannt und Sie sind daran gewöhnt, können Sie generell den Esstisch als handyfrei deklarieren.

digital detox Frühstück ohne Smartphone

2. Smartphone-freie Zonen

Haben Sie es erst einmal geschafft, das Handy vom Tisch zu verbannen, liegt der Schritt eine Smartphone-freie Zone einzurichten nah. Das Schlafzimmer bietet sich regelrecht als medienfreie Zone an. Stellen Sie sich einen klassischen Wecker auf den Nachttisch oder lassen Sie sich von Musik aus dem Radiowecker aus dem Schlaf holen, wenn Sie das Weckerticken stört. Verbannen Sie den Fernseher aus dem Schlafzimmer und nehmen Sie das Tablet nicht mit ins Bett, um eine Serie zu gucken. Genießen Sie auf diese Weise ganz erholsamen Schlaf.

3. Medien klassisch konsumieren

Erinnern Sie sich noch daran, wie es war am Frühstückstisch Zeitung zu lesen? Lassen Sie die gute alte Zeit wiederaufleben. Viele Zeitungen bieten ein kostenloses Probeabo für zwei Wochen an, oder ein Wochenend-Abo für vier Wochen. Eine andere Möglichkeit ist es, einfach mal durch Buchhandlung oder Bibliothek zu schmökern und sich überraschen zu lassen, was man dabei entdeckt. Ein Buch oder die Zeitung liegt beim Lesen ganz anders in der Hand als ein Smartphone oder Kindle.

4.Digital Detox am medienfreien Abend

Egal ob Sie Single sind oder einen Partner haben, legen Sie einen medienfreien Abend pro Woche ein. Dabei ist es egal, ob Sie gemütlich ein Glas Wein trinken und quatschen, mal wieder ein heißes Bad genießen, ein gutes Buch lesen, ihre Ordner mit Papierkram sortieren oder Ihrem Hobby nachgehen. Schalten Sie das Telefon aus und machen Sie auch den Fernseher nicht an. Machen Sie eine kleine Tradition daraus. Sie werden überrascht sein, wie schnell die Zeit vergeht und wie wenig sie verpasst haben, wenn Sie erst am nächsten Morgen Ihr Smartphone checken.

Postkarte schreiben als digital detox

5. Schreiben Sie einer lieben Person eine Postkarte

Um anderen eine Freude zu machen, brauchen Sie keinen Anlass. Ein kurzer handgeschriebener Gruß auf einer Postkarte ist sehr persönlich und wird den Empfänger garantiert zum Lächeln bringen. Überlegen Sie wie Sie reagieren würden, wenn Ihnen eine Postkarte der besten Freundin, die leider zwei Autostunden entfernt wohnt, ins Haus flattert. WhatsApp oder SMS sind zwar nett, die Nachrichten kann man jedoch nicht mit einem Magnet an den Kühlschrank heften und sich wochenlang daran erfreuen. Greifen Sie also einfach mal wieder zum Stift anstatt die Botschaft ins Handy zu tippen.

 6. Flugmodus einschalten

Gewohnheiten lassen sich schwer abstellen. Tricksen Sie sich selbst aus, falls der Digital Detox schwerer fällt als gedacht oder Ihnen übertrieben erscheint. Sobald Ihr Handy im Flugmodus ist, reicht es nicht mehr einfach mit dem Finger über den Bildschirm zu streichen, um zum dritten Mal in einer Stunde zu prüfen, wie viele Freunde Ihr gepostetes Foto schon geliket haben. Auf diese Weise nutzen Sie das Smartphone vielleicht bewusster und schaffen es sich leichter zu regulieren.

7. Apps für Digital Detox

Es mag sich wie ein schlechter Witz anhören, doch es gibt tatsächlich Apps, die Sie beim Digital Detox unterstützen können. Diese appellieren an das schlechte Gewissen der Smartphone-User indem sie dem Nutzer am Ende des Tages eine Zusammenfassung liefern, wie viele Stunden das Handy genutzt wurde und wie oft der Bildschirm entsperrt wurde. Der Aha-Effekt ist meistens groß und kann dazu motivieren einen der anderen Tipps auszuprobieren.

 

Digital Detox ist vielleicht gar nicht so anstrengend wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Nicht umsonst heißt es, dass aller Anfang schwer ist. Vielen Leuten hilft es übrigens, ein Vorhaben leichter umzusetzen, wenn sie es vorher laut aussprechen. Wer weiß, vielleicht finden Sie so ja auch unerwartete Mitstreiter. Sollte niemand mitmachen wollen, können sich Ihre Mitmenschen wenigstens darauf einstellen und rechnen ihrerseits nicht mit einer umgehenden Reaktion.

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Haben Sie Digital Detox bereits selbst ausprobiert? Wir freuen uns darauf, Ihre Erfahrungen auf unserer Facebook-Seite oder bei uns auf Twitter zu lesen.

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