Viking AT

Tipps für konstruktives und produktives Feedback

Tipps für konstruktives und produktives Feedback

Das aus dem Englischen zu uns herübergeschwappte und eingedeutschte „Feedback geben“ (engl. to feed back) bedeutet in erster Linie einer anderen Person eine Beurteilung oder Rückmeldung zu geben. Am Arbeitsplatz findet Feedback sowohl zwischen dem Chef und seinen Angestellten, als auch als vertikale Kommunikation zwischen den Kollegen statt. Eine offene Kommunikation kann nachweislich für mehr Zufriedenheit im Job sorgen und außerdem hat die Person, der Rückmeldung gegeben wird, die Möglichkeit die eigene Selbstwahrnehmung zu verbessern. Wie Feedback kommuniziert wird, hat direkte Auswirkungen auf die Arbeit des Einzelnen und richtig eingesetzt kann Feedback wertvoll für die Weiterentwicklung im Job sein. Damit Sie konstruktiv Feedback geben und entgegennehmen, haben wir einige Tipps für Sie zusammengetragen.

Den richtigen Zeitpunkt und Ort wählen

Auch wenn im Arbeitsumfeld Feedback zu geben und zu bekommen unabdinglich ist, so sollten sich beide Parteien jedoch vorher absprechen, um auf ein Gespräch vorzubereiten und sicherzugehen, dass das Gegenüber auch dafür bereit ist. Auch sollte eine Feedback Situation immer nur zwischen den beteiligten Personen stattfinden, also ohne, dass andere zuhören oder kommentieren können. Am besten sollte ein Meetingraum gebucht werden, sodass das Gespräch in einer neutralen Situation stattfinden kann, in der sich die Gesprächspartner wohlfühlen und offener sind für Lösungen.

Kollegen sprechen

Konkretes Feedback geben

Nicht nur der Zeitpunkt für Feedback sollte weise gewählt werden, sondern das Gespräch sollte inhaltlich gut vorbereitet sein und nicht aus dem Bauch heraus erfolgen. Es sollte vorher genau überlegt werden, welche Dinge besprochen werden. Am besten ist es, sich vor dem Gespräch eine Liste im Notizbuch anzulegen, was genau besprochen werden soll: Erfolge, Ziele, Kompetenzen, Weiterentwicklung oder Konflikte. Gutes Feedback lebt immer davon, dass es konkret und konstruktiv ist. Je konkreter und fundierter die Rückmeldung zu einer Situation, desto größer ist die Chance, dass das Feedback vom Gegenüber ernst genommen wird.

Eigene Erfahrungen beschreiben statt Anschuldigungen vor den Kopf werden

In Sachen Feedback sollte die allgemein eingeforderte Objektivität nicht so strenggenommen werden. Es ist besser von subjektiven Erfahrungen zu sprechen und damit auch mehr die „Ich-Person“ zu nutzen auch um die angesprochene Person nicht anzugreifen. Aus der eigenen Sicht der Dinge zu sprechen, gibt dem Gegenüber eine bessere Möglichkeit sich zu äußern, und sich besser in die Situation hineinzuversetzen. Von den eigenen Erfahrungen zu sprechen hilft auch die Situation besser zu beschreiben anstatt zu beschuldigen, sodass das Feedback Gespräch einen positiven Ausgang erzielen kann.

Chef schreit Mitarbeiter an

Fragen stellen

Ein Feedback Gespräch sollte immer auf beidseitiger Kommunikation basieren, also nie eine Person die spricht und eine andere, die zuhört und sich nicht äußert. Die Feedback-gebende Person kann sicherstellen, dass das Gegenüber mit in die Unterhaltung eingebunden ist, indem Fragen gestellt werden: „Wie sehen Sie das?“, „Haben Sie auch den Eindruck, dass…“. So kann eine Kommunikation stattfinden, die für alle Beteiligten Mehrwert hat und keiner fühlt sich übergangen.

Nächste Schritte festlegen

Am Ende eines Feedback Gesprächs sollte immer festgelegt werden, welche Schritte dem Gespräch folgen und wie weiter vorgegangen wird. Am besten ist es Schritte schriftlich festzuhalten und einen genauen Termin zu vereinbaren, wo Ergebnisse oder Veränderungen besprochen werden können. So gehen beide Parteien auseinander mit dem Gefühl, dass das Gespräch zu Etwas geführt hat.

gefaltete Hände

Richtig mit Feedback umgehen

Eine offene Kommunikation und Feedback können die Motivation von MitarbeiterInnen erheblich steigern und zu mehr Leistungsbereitschaft und allgemeine Zufriedenheit im Job führen. Wichtig ist allerdings nicht nur das Feedback zu geben, sondern auch richtig damit umzugehen.

Wer Feedback bekommt, sollte:

  • versuchen nicht negativ oder defensiv zu reagieren, sondern versuchen das Positive im Feedback zu sehen und die Verbesserungen, die erfolgen können
  • versuchen offen zu sein und sich nicht zu rechtfertigen, sondern das Feedback anzunehmen
  • versuchen das Feedback nicht als persönlichen Angriff zu werten
  • dankbar für positives Feedback zu sein und auch seinen Erfolg zu genießen
  • sich auf Veränderungen in der Zukunft einzulassen und dem Gesprächspartner zu kommunizieren, wie die Umsetzung am besten zu schaffen ist
  • in Kommunikation mit dem Feedback-Geber bleiben und nach einiger Zeit um ein erneutes Gespräch bitten

——————————————————————————————————————————

Welche Erfahrungen haben Sie mit Feedback gemach und was sind Ihre besten Tipps zum Thema? Wir freuen uns, wenn Sie sie uns verraten auf Facebook-Seite oder Twitter.

Wie Feedback kommuniziert wird, hat direkte Auswirkungen auf die Arbeit des Einzelnen und richtig eingesetzt kann Feedback wertvoll für die Weiterentwicklung im Job sein.
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+Share on LinkedIn

Comments are closed.