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So wird Ihr Büro zur grünen Insel

So wird Ihr Büro zur grünen Insel

Klar, man kann seinen Plastikmüll vom Rest des Abfalls trennen und den Garten schön grün anlegen. Das ist sicherlich ein guter Anfang. Aber Umweltbewusstsein und Umweltschutz hören hier noch lange nicht auf. Den größten Teil der Woche verbringen die meisten von uns sowieso nicht zu Hause, sondern im Büro. Und hier gibt es so einige Dinge, die umgesetzt werden können und müssen. Das Kredo: es lohnt sich, mehr zu tun, als nur eine einzige kleine Tischpflanze neben dem Aktenordner auf dem Schreibtisch zu platzieren. Bei vielen Arbeitsschritten muss ein Umdenken stattfinden ­­- zum Beispiel um eine sinnvolle Nutzung von Altpapier zu gewährleisten. Und der große, klobige Drucker in der Ecke sollte bei der Planung eines wirklich grünen Büros auch nicht übersehen werden: Große Bürogeräte verbrauchen immerhin 3 Prozent des kompletten Stromverbrauches.

Dabei muss man häufig gar nicht bei den richtig großen Dingen anfangen. Schon kleine Veränderungen bewirken manchmal eine ganze Menge. Die österreichische Arbeiterkammer schlägt zum Beispiel vor, Tonerkartuschen neu auffüllen zu lassen, anstatt einfach neue Produkte zu kaufen. Das spart im Vergleich bis zu 60 Prozent CO2. Generell sollten man sich im Büro von der Idee verabschieden, dass neu immer auch gleich besser ist. Selbst wenn die alte, graue und riesige Bürotechnik teilweise wirklich nicht mehr schick aussieht, sollte sie nicht zwangsläufig gegen neuere, hippere Geräte ausgetauscht werden. Solange Drucker, Scanner und Co. noch funktionstüchtig sind, dürfen sie ihren Platz im Büro behalten. Natürlich stimmt es, dass neuere Modelle meist einen geringeren Stromverbrauch aufweisen. Dies alleine rechtfertigt allerdings noch keine Neuanschaffung, entstehen bei der Produktion neuer Geräte doch oftmals klimabelastende Gase, welche die Ökobilanz wider ganz schön verderben.

Eine umweltbewusste Verhaltensweise hat sich allerdings schon in vielen Unternehmen durchgesetzt: die Senkung des Papierverbrauches. Das ist ein guter Anfang, denn die Herstellung eines einzigen weißen DIN A4-Blattes verbraucht ungefähr so viel Energie wie ein angeschalteter PC in 45 Minuten.

Aber das ist nicht die einzige umweltfreundliche Verhaltensweise, die sich derzeit steigender Beliebtheit in Büros erfreut. Auch Geräte-Sharing befindet sich auf dem Vormarsch. Hierbei teilen sich unterschiedliche Firmen größere Geräte wie Spezialdrucker und Beamer oder leihen diese einfach bei Bedarf von anderen Unternehmen. Das hat gleich mehrere positive Effekte. Zum einen spart es Geld bei der Anschaffung, zum anderen sorgt es für eine Senkung des Stromverbrauchs. Bei größeren Firmen lassen sich eigene Bürogeräte zwar meistens nicht mehr vermeiden. Trotzdem kann man auch hier noch einiges für die Umwelt tun – ganz einfach durch eine richtige Bedienung der Geräte. Wenn der Drucker beispielsweise den ganzen Vormittag über unbenutzt bleibt, sollte das Gerät auf jeden Fall ausgeschaltet sein – oder noch besser ganz vom Stromnetz getrennt werden. Denn insbesondere Drucker saugen viel Energie; schon ein, zwei Handgriffe helfen hier einiges an der Stromrechnung am Ende des Monats zu drehen.

Auch im Hinblick auf andere elektrische Geräte lassen sich einige Verbesserungen im Namen der Umwelt erzielen. Zu Hause benutzt die meisten Menschen zwar bereits hauptsächlich einen Laptop, im Büro sind jedoch nach wie vor vornehmlich Desktop PCs zu finden. Das mag seinen Sinn und Zweck haben, allerdings ist es alles andere als umweltfreundlich. Dem Portal Nachhaltigleben zufolge verbrauchen Laptops ein Drittel weniger Strom als herkömmliche Computer. Hier noch ein kurzer Vergleich: Ein großer Kühlschrank frisst genauso viel Strom wie ein Desktop-Computer! Ganz schön überraschend, oder?

 

Viking-infog-Gruenes Buero

 

In den allermeisten Büros werden monatlich ganze Aktenordner mit aktueller Geschäftskorrespondenz gefüllt. Zwar sind viele große Unternehmen inzwischen vornehmlich auf E-Mails umgestiegen. Viele kleine Unternehmen verschicken jedoch immer noch gerne Briefe per Post.  Jetzt mag man einwenden, dass ein paar Briefe nicht wirklich eine große Papierersparnis bewirken dürften. Aber über mehrere Jahre hinweg betrachtet, sammelt sich eben doch so einiges an. Dasselbe gilt übrigens auch für ausgedruckte Mails. Hier heißt es: nur wirklich wichtige Mails sollten den Weg zum Drucker finden.

Das Highlight des Firmenjahres ist oftmals die wilde Betriebsfeier oder aber die interessante Tagung im schicken Hotel mit leckerem Essen. Aber auch hier sollte bei aller Vorfreude nicht vergessen werden, dass ein einzelner Gast auf einer Tagung bis zu neun Kilo Müll und einen Wasserverbrauch von bis zu 151 Litern verursachen kann. Es lohnt sich daher, den Pappteller am Buffet nicht direkt nach dem ersten Gang wegzuschmeißen, sondern auch noch für die nächste Runde zu verwenden. Und bei all dem guten Essen darf die Bewegung natürlich nicht zu kurz kommen. Idealerweise sollten Arbeitnehmer ihren Angestellten eine Möglichkeit zur Unterbringung von Fahrrädern bieten. Hier schlägt man gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: die Gesundheit der Belegschaft wird gefördert und gleichzeitig verringert sich der CO2 Ausstoß, da im Idealfall deutlich weniger Angestellte mit dem Auto zur Arbeit kommen.

Größere Veränderungen lassen sich natürlich nicht von heute auf morgen umsetzten. Aber es lohnt sich, noch heute damit anzufangen. Mit unserer Checkliste zum Aufhängen wird es ganz leicht, die ersten Schritte hin zum grünen Büro zu gehen.

 

 

Wir von Viking möchten auch gerne etwas zum Umweltschutz beitragen. Deshalb spenden wir ab sofort einen Setzling zur Aufforstung des Regenwalds für jeden von unseren Lesern abgegebenen Tipp rund um das grüne Büro. Hinterlasst euren Umweltschutztipp einfach hier als Kommentar  oder teilt ihn auf unserer Facebookseite. Wir belohnen eure Ideen mit einer Spende für das Projekt Baum für Baum von OroVerde. Los geht’s.

Es lohnt sich, mehr zu tun, als nur eine einzige kleine Tischpflanze neben dem Aktenordner auf dem Schreibtisch zu platzieren.
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