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Zukunft der Arbeit: Roboter im Büro

Zukunft der Arbeit: Roboter im Büro

Sie schneiden, schweißen und schrauben 24 Stunden, 7 Tage die Woche – Roboter in Fabriken sind längst ein alter Hase und in der Industrie nicht mehr wegzudenken. Aber auch vor unseren Büros machen sie nicht Halt, denn im Zuge der Digitalisierung und dem rasanten technischen Fortschritt ist die künstliche Intelligenz auf dem Weg in unsere heimischen Büros. Mit der Entwicklung immer menschenähnlicher wirkender, sogenannter humanoider Roboter, wird zunehmend auch über den Einsatz im Büro und in Dienstleistungsberufen nachgedacht. Ja, wir wissen, dass es eventuell gar nicht so schlecht wäre, den einen oder anderen nervigen Kollegen mit einem Blechkameraden der Sorte R2D2 auszutauschen. Schließlich hat der keine Launen und man muss sich nicht jeden Montag die langweiligen Geschichten vom Wochenende anhören, die einen eigentlich nicht interessieren – aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Spaß bei Seite, viele Beschäftigte machen sich Sorgen, ob sie nicht schon bald durch Maschinen verdrängt werden. Doch wenn man sich die Veränderungen in den letzten Jahren bzw. Jahrzehnten ansieht, hat die Technik im Büro so einiges erleichtert. Kein lästiges Blatt einziehen bei der Schreibmaschine (an alle Digital Natives, die das gerade lesen – das ist diese computerähnliche Maschine, die viele Nerven & Zettel gekostet hat), Tippfehler können ganz einfach und so oft man möchte ausgebessert werden und Dank Videotelefonie kann man mit Kollegen am anderen Ende der Welt unbeschwert an ein und demselben Projekt arbeiten.

Roboter

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Im deutschsprachigen Raum wird der generelle Einsatz von Robotern und neuen Technologien in vielen Bereichen weitaus kritischer beäugt, als in den USA, China, Japan oder auch Großbritannien. In Japan wurde beispielsweise das erste sogenannte „Roboterhotel“ mit Servicerobotern gegründet. Das Pilotprojekt hat viele Fans und Anhänger und lässt Besucher in eine futuristische Welt eintauchen. Das Hotels komplett von Robotern übernommen werden, ist aber noch Zukunftsmusik.

Roboter

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Die Frage ist trotzdem nicht ob, sondern zu welchem Grad und in welchen Bereichen Roboter zukünftig Menschen in Büros unterstützen werden. Gerade in Büros und bei Dienstleistungs- bzw. Serviceunternehmen geht es vor allem um die Akzeptanz der Menschen und der sozialen Fähigkeiten der potenziellen maschinellen Kollegen. Denn bei kreativen Projekten entscheidet nicht die Fähigkeit des Einzelnen, sondern die aus der Zusammenarbeit im Team erwachsenden Möglichkeiten letztendlich über den Erfolg – und bei der Zwischenmenschlichkeit hapert es bei den Roboter-Kollegen noch ein bisschen.

Roboter

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Die Universität Darmstadt hat sich bei der länderübergreifenden Studie Robots@work4.0 genau mit diesem Thema beschäftigt. Genauer gesagt, ob humanoide Roboter in Teams als Kollegen im Büro oder gar als Führungskraft akzeptiert werden würden, inwieweit von den Roboterkollegen auch emotionale Fähigkeiten erwartet werden und welche Tätigkeiten Beschäftigte im Dienstleistungssektor Robotern zutrauen. Die Ergebnisse waren durchaus interessant, denn so sehen 82 Prozent der Befragten in Robotern eine wertvolle Unterstützung bei der Erledigung von Arbeitsaufgaben. Zwei Drittel der Teilnehmer gaben an, dass es ihnen Spaß machen würde, mit Robotern zu arbeiten. Immerhin rund die Hälfte der Befragten traut sich einen unkomplizierten Umgang mit einem Roboter zu. Über 60 Prozent der Befragten können sich vorstellen, durch einen Roboterassistenten unterstützt zu werden. Allerdings sollte der Roboter dabei eher unliebsame Aufgaben wie Ablage und Dokumentation, Terminbuchungen sowie Boten- oder Recherchedienste erledigen. Dabei bringen ihm 21 Prozent der Studienteilnehmer wegen geringerer Fehlerhäufigkeit, höherer Berechenbarkeit und Kontinuität im Verhalten sogar mehr Vertrauen entgegen, als einem menschlichen Kollegen. Als echten Kollegen auf Augenhöhe würde nur jeder Dritte einen Roboter akzeptieren und eine Mehrzahl würde lieber auf Emotionen bei einem Roboter verzichten. Auch bei Roboter-Führungskräften sind sich die Befragten einig: Nur 8 Prozent der Befragten Deutschen könnten sich den Roboter-Chef vorstellen. Interessant ist zudem, dass sich der Großteil der Befragten Roboter als Dienstleistungsersatz, zum Beispiel an Bahnhöfen oder Rezeptionen vorstellen können, 80 Prozent jedoch einen Menschen bevorzugen würden.

Insgesamt zeigt sich für den Einsatz von Robotern als Büroarbeiter sowie als Dienstleister, dass der Mensch offensichtlich im Mittelpunkt stehen bleibt und Roboter vorerst nur Mittel zum Zweck bleiben werden. Den nervigen Kollegen durch einen Blechkameraden auszutauschen, bleibt vorerst also noch ein Tagtraum.

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Da Sie wohl vorerst noch Ihre eignen Akten schichten müssen, haben wir für Sie Ordner, Ringbücher und Mappen im Angebot.

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Über 60 Prozent der Befragten können sich vorstellen, durch einen Roboterassistenten unterstützt zu werden.
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