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Office Hacks für einen stressfreien Arbeitsalltag

Office Hacks für einen stressfreien Arbeitsalltag

Nette Kollegen, ein angenehmes Arbeitsklima und Arbeitsaufgaben, die einem auch noch nach ein paar Jahren Spaß machen: So sieht der Arbeitsalltag im besten Fall aus. Leider ist die Realität in österreichischen Büros nach Angaben einer Studie der Bundesanstalt für Statistik in Österreich, der Statistik Austria, nicht immer so rosig. Rund 80% der befragten Erwerbstätigen geben an, sich bei der Arbeit einem körperlichen oder psychischen Gesundheitsrisiko ausgesetzt zu fühlen. Das zeigt sich auch anhand des Krankheitsbildes. Neben Rücken-, Nacken- und Schulterschmerzen gehören psychische Erkrankungen zu den am häufigsten vorkommenden Gesundheitsproblemen. Für bis zu sechs Prozent aller Befragten sind dabei besonders Stress und Angstzustände die schwerwiegendsten Symptome.

 

https://www.flickr.com/photos/alancleaver/ via Creative Commons

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Insbesondere in den letzten Jahren ist bei der Ausbreitung der klassischen Bürokrankheiten ein erschreckender Trend zu erkennen. Laut der Bundesanstalt für Statistik in Österreich hat sich die Anzahl der Arbeitnehmer mit Stress, Depressionen und Angstzuständen in den letzten fünf Jahren verdoppelt. Allerdings lassen sich dabei Unterschiede je nach jeweiligem Bildungsniveau feststellen: Je höher der Bildungsabschluss ist, desto höher sind auch die psychischen Risikofaktoren. Das mag mit den eigentlichen Arbeitsaufgaben wie zum Beispiel einer eher leitenden Tätigkeit im Büro zu tun haben, denn dies bringt häufig als Nebeneffekt enormen Zeitdruck bzw. Überbeanspruchung  mit sich. Genau diese Faktoren wurden von 40% aller Befragten dann auch als häufigste Belastungen genannt. Es gibt aber auch branchenbezogene Unterschiede: Insbesondere Personen im Gesundheitswesen, Verkehrswesen und in der Kommunikationsbranche  geben vermehrt an, psychischen Risikofaktoren ausgesetzt zu sein. Größere Probleme bei der Arbeit lassen sich häufig nur mit Hilfe eines Gespräches mit dem Vorgesetzen wirklich lösen. Allerdings gibt es kleinere Tipps und Hilfsmittel, mit denen jeder Arbeitnehmer im Büro zumindest ein bisschen das Stressrisiko verringern und somit langfristig Gesundheitsproblemen aus dem Weg gehen kann.

Einfache Tipps und Tricks helfen meistens schon viel

Im Laufe der Arbeitszeit sammeln sich gerne immer mehr Dinge auf dem Schreibtisch und in den Schubladen an und es müssen, um ans Telefon zu kommen, mindestens fünf Sachen zur Seite geschoben werden. Es ist an der Zeit auszumisten und dabei gilt die Faustregel, dass alles, was seit letztem Jahr nicht mehr benutzt wurde, wegkommt. Dann ist auch plötzlich Platz auf dem Schreibtisch für eine nette Zimmerpflanze, die direkt die Laune – und den Sauerstoffgehalt – hebt.

Die österreichische Gesellschaft für Zukunftsforschung empfiehlt mindestens 150 Minuten Bewegung für einen Erwachsenen in der Woche. Dazu zählen schon einfache Dinge wie Fahrradfahren oder ein ausgiebiger Spaziergang. Das hat gleich zwei positive Effekte: Durch die regelmäßige Bewegung sinkt das Stressniveau und gleichzeitig steigt die Leistungsfähigkeit. Es lohnt sich daher einfach mal das Auto in der Garage zu lassen und mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren.

 

https://www.flickr.com/photos/marfis75/ via marfis75 on flickr

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Schlechte Laune und ein gestresstes Gefühl werden zudem nicht immer ausschließlich durch Arbeitseinflüsse ausgelöst. Manchmal kann der Grund auch einfach Hunger bzw. Durst sein. Regelmäßige Energieschübe zum Beispiel durch einen Snack aus frischem Obst sind daher genau das Richtige, um unnötige Stressattacken zu vermeiden. Zusätzlich ist es wichtig, im Laufe des Tages genug Wasser zu trinken, um die Konzentration beizubehalten und Kopfschmerzen vorzubeugen. Mit einem simplen Trick kann man sich selbst zum regelmäßigen Trinken erziehen. Dazu einfach eine Trinkflasche mit Uhrzeiten beschriften, die anzeigen bis wann man die gewünschte Menge ausgetrunken haben sollte. So überlistet man den eigenen Schweinehund und setzt sich selber erreichbare Ziele.

Und auch bei der Arbeit kann man zwischendurch für kleine Glückmomente sorgen. Denn jeder kennt das gute Gefühl, wenn man einen Punkt von einer langen To-do-Liste abhaken kann. Die Krone Zeitung rät unbedingt zu einer solchen Liste: Diese verdeutlicht den eigenen Fortschritt und hält Gefühle wie Arbeitsüberlastung und Zeitdruck somit im Zaum.

 

https://www.flickr.com/photos/courtneyrian/ via Creative Commons

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Nichts stresst mehr, als ein Projekt noch schnell in der Nacht vorher fertig bekommen zu müssen. Zeitplanung ist hier das Schlüsselwort. Ein Projekt sollte immer lieber zu früh fertig werden, als am Ende Panik und Stress ausbrechen zu lassen. Häufig ist das einfacher gesagt als getan, besonders wenn im Internet immer wieder neue interessante Artikel und Webseiten auftauchen und für Ablenkung sorgen. Dafür gibt es allerdings Abhilfe in Form von Add-Ons für den Internetbrowser, die einen vor genau solchen zeitraubenden Ablenkungen schützen. Für eine bestimmte, vorher festgelegte Zeit blockiert das Add-On Webseiten wie zum Beispiel Facebook oder YouTube, so dass man mehr oder weniger zur Arbeit „gezwungen wird“.

Für viele Menschen ist selbst schon ein wichtiges Telefonat ein Auslöser für Stress. Dabei kann die Panik durch einfache Schritte verhindert werden, wie gruenderblog.at verrät. Besonders wichtig ist dabei die Vorbereitung auf das Gespräch. Wenn man sich bei einem Thema sicher fühlt, dann tritt man auch dementsprechend selbstsicher auf. Um während des Gespräches mögliche Stressgefühle zusätzlich im Zaum zu halten, raten Telefontrainer dazu, einfach ein Blatt Papier zu zerknüllen oder die Armlehne des Bürostuhls ganz fest zu umklammern.

 

https://www.flickr.com/photos/neccorp/ NEC Corporation of America via Creative Commons

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Wenn der Arbeitstag schließlich überstanden ist, ist es wichtig den Feierabend auch wirklich als solchen zu behandeln. Viele Arbeitnehmer machen den Fehler und nehmen die Arbeit gedanklich oder sogar tatsächlich mit nach Hause. Dadurch stellt sich allerdings nie das Gefühl von Entspannung ein, was wiederum schnell zu einem psychischen Risikofaktor werden und somit zu Krankheiten führen kann. Es ist also wichtig, am Abend ganz bewusst die Bürotür zu schließen und damit den Arbeitsstress hinter sich zu lassen. Denn nur so wird der Feierabend auch tatsächlich zur dringend benötigten Entspannung genutzt.

Nichts stresst mehr, als ein Projekt noch schnell in der Nacht vorher fertig bekommen zu müssen.
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