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Lassen Sie sich nicht vom Burnout-Monster erwischen!

Lassen Sie sich nicht vom Burnout-Monster erwischen!

Es ist zwei Uhr nachts und Sie wachen schweißgebadet auf, weil Sie an die Arbeit gedacht haben. Morgens beim Frühstück zuckt Ihr Augenlid die ganze Zeit. Und am Nachmittag mögen Sie den Kopf nicht mehr bewegen, weil die Kopfschmerzen sich anfühlen, als ob ein enthusiastischer Bauarbeiter mit einem Presslufthammer auf Höhe Ihrer Schläfe alles gibt. Diese Symptome weisen nicht selten auf Burnout hin und mehr als eine halbe Million Arbeitnehmer in Österreich leiden inzwischen an der stressbedingten Krankheit. Ganz oben auf der Liste der Gründe für Burnout steht für 64 Prozent der Österreicher die Anzahl an Überstunden und der generelle Druck der Arbeitsbelastung. Damit man selber nicht auch in diese Spirale gerät, haben wir zusammen mit Bewerbungscoach Franz Bauer über Präventionsmaßnahmen gesprochen.

Zuerst klären wir allerdings das Fachwissen oder mit anderen Worten: Was ist Burnout überhaupt? Es gibt keine einheitliche Definition, denn jeder verbindet mit dem Begriff immer noch unterschiedliche Dinge. Bei einem sind sich die Gelehrten allerdings einig: Burnout beschreibt einen schwerwiegenden emotionalen und körperlichen Erschöpfungszustand, der meistens durch extremen Arbeitsstress ausgelöst wird. Mit anderen Worten: die eigene Grenze der Belastung ist längst überschritten und der eigene Körper kann einfach nicht mehr. Feierabend, Ende im Gelände, rien ne va plus. Häufig nimmt man an, dass es nur Leute aus dem gehobenen Management oder Selbstständige betrifft. Fakt ist allerdings, es kann jeden treffen. Egal ob jung oder alt, Mann oder Frau.

Papierstapel

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Natürlich kommt es immer auf die Einzelperson an, aber es gibt ein paar Dinge, die zumindest das Burnout-Risko verringern können. Die folgenden Tipps von Franz Bauer helfen vielleicht dem einen oder anderen dabei, rechtzeitig die Reißleine zu ziehen, damit Sie nicht auch zu den 500.000 betroffenen Österreichern gehören.

 

Stressmanagement und Entspannung:

Stress ist ein wichtiger Faktor bei der Entstehung des Burnouts. Hier können Sie aktiv gegensteuern. Hilfreich sind Stressmanagement und Entspannungsübungen wie Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung oder Yoga. Damit können stressbedingte Kopfschmerzen, Magendrücken, Rückenschmerzen oder andere Beschwerden gelindert werden.

Situationen richtig einschätzen:

Nehmen Sie sich vielleicht manchmal mehr vor, als Sie eigentlich schaffen können? Fühlen Sie sich für alles verantwortlich? Mit den eigenen Ansprüchen setzen sich Menschen oft selbst unter Druck. Versuchen Sie, einen Gang zurückzuschalten und stecken Sie sich Ziele, die Sie auch sicher erreichen können.

Perfektionsfalle:

Niemand muss immer perfekt sein. Geben Sie sich auch einmal mit einer Lösung zufrieden, die nicht 100% perfekt ist, oft tun es auch 80%. Wenn Sie Fehler machen, dann bedeutet das nicht gleich eine Katastrophe. Wer arbeitet macht Fehler, nur wer nichts tut, macht keinen Fehler.

Aufgaben delegieren:

Lernen Sie, Aufgaben abzugeben. Sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten, wenn Sie zu viele Überstunden machen oder ein Projekt nicht wie geplant fertig bekommen. Dass Sie die Arbeit manchmal nicht wie geplant schaffen, ist kein Zeichen von Schwäche. Es ist vollkommen normal, wenn nicht immer alles so läuft wie vorgesehen.

Nicht immer erreichbar sein:

Versuchen Sie Beruf und Privates zu trennen. Nehmen Sie sich nur dann Arbeit mit nach Hause, wenn es wirklich notwendig ist. So groß die Vorteile von Internet, E-Mail & Co sind, sie haben den Nachteil, dass man praktisch immer und überall erreichbar ist. Gewöhnen Sie sich ab, “mal schnell” am Wochenende oder spät abends Ihre E-Mails zu lesen. Denn so denken Sie ständig an Ihren Beruf und können nicht richtig abschalten.

Telefonat

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Pausen schaffen:

Es ist oft schwierig, sich Freiräume zu schaffen, aber machen Sie sich und den anderen immer wieder deutlich: “Jetzt mache ich Pause!”

Achten Sie auf Ihren Körper!

Treiben Sie Sport:

Regelmäßiges Joggen, Radfahren, Wandern oder Schwimmen baut Stress ab. Sorgen Sie für genügend Schlaf und gehen Sie jeden Tag zumindest eine kurze Strecke an der frischen Luft spazieren.

Achten Sie auf Ihre Ernährung:

Für Burnout-Erkrankte ist es von besonderer Bedeutung, das Immunsystem zu stärken. Denn: Der Körper ist durch die langzeitige Powernutzung ausgelaugt. Darunter fällt auch die körpereigene Abwehr. Durch das ständige Ausschütten von Stresshormonen wurde sie lange Zeit auf Höchstleistungen getrimmt. Nun ist auch diese ermüdet und es fehlt eine ausreichende Dosis Adrenalin, um sie wieder richtig zu aktivieren.

Infografik

Mehr über die Arbeit von Franz Bauer können Sie hier finden.

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Versuchen Sie, Stress gar nicht erst aufkommen zu lassen, indem Sie ihren Monat und Ihre Termine durchplanen. Wir haben Terminplaner und Kalender für Sie, damit Sie nicht den Überblick verlieren.

Arbeits- und Bürothemen müssen nicht immer langweilig sein. Gucken Sie doch mal bei uns auf Facebook oder Twitter vorbei und schmunzeln Sie mit uns über den einen oder anderen Bürounsinn.

Die eigene Grenze der Belastung ist längst überschritten und der Körper kann einfach nicht mehr. Feierabend, Ende im Gelände, rien ne va plus.
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