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Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte – Steuern

Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte – Steuern

Steuern

Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, der erste Monat im neuen Job ist überstanden und die Freude auf den ersten Lohn ist groß. Bis man auf den Gehaltszettel schaut und merkt, dass einem ein ziemlich großer Batzen – auch bekannt als Steuern – sofort wieder abgezogen wurde. Steuern können auf den ersten Blick unheimlich kompliziert wirken, besonders wenn man noch nie welche zahlen musste. Prompt kommen diverse Fragen auf: Warum zahle ich überhaupt Steuern? Wozu werden sie verwendet? Und was passiert, wenn ich keine Steuern zahle? Komme ich dann im Tiefflug ins Gefängnis? Im letzten Teil unserer Serie „Dinge, die ich gerne in der Schule gelernt hätte“ versuchen wir all diese Fragen zu beantworten. Damit sich dabei auch keine Fehler Logo Sparkasseeinschleichen, haben wir um die Hilfe eines Fachmannes gebeten. Rainer Bartusch, Experte für Wealth Management der Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG, hat uns freundlicherweise mit Rat und Tat zur Seite gestanden.

 

Infografik Steuern

 

„Es gibt nur zwei Gewissheiten im Leben: der Tod und die Steuern.“ Dieses Zitat von Benjamin Franklin mag ein wenig makaber klingen, aber man muss dem guten Mann doch irgendwie Recht geben. Denn wenn man nicht gerade plant, Einsiedler zu werden und Zeit seines Lebens in einer dunklen Höhle zu hausen, kommt niemand um das Zahlen von Steuern drumherum.
Dabei sind Steuern eigentlich nichts anderes als monatliche Zahlungen, die jeder von uns leisten muss, wenn wir Dienstleistungen, wie z. B. die Müllabfuhr oder die Straßenbeleuchtung in Anspruch nehmen wollen. Der größte Teil der Steuern kommt von Privatpersonen und wird direkt von deren Gehalt als monatliche Summe abgezogen. Bei Unternehmen läuft das ein bisschen anders: Die müssen Abgaben auf ihre Gewinne leisten.

Kurz erklärt: Umsatzsteuer ist die Steuer, die auf die Dinge, die wir im täglichen Leben konsumieren, erhoben wird. Das heißt, was wir an der Kasse für die neue Jeans oder den Einkaufskorb voller Lebensmittel bezahlen, setzt sich aus dem Warenkaufpreis plus Umsatzsteuer zusammen. Das gleiche gilt für auch für Dienstleistungen wie z. B. Miete, Strom oder Flüge.

Neben Sachen, die wir im täglichen Leben genießen, finanziert der Staat mit einfließenden Steuergeldern unter anderem auch öffentliche Ausgaben wie z. B: Kindergärten, Schulen und Universitäten, Behörden, Ämter und Gerichte, Pensionen, Polizei und Feuerwehr sowie Tourismus, Kunst und Kultur. 25% der Steuereinnahmen werden an die einzelnen Bundesländer für deren Ausgaben weitergeleitet und 2,5% gehen an die EU als Mitgliedsbeitrag.

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Für die, die sich vor der Aussicht grauen jedes Jahr eine komplizierte Steuererklärung abgeben zu müssen, haben wir eine gute Nachricht: Einmal tief einatmen und keine Panik! Normalen Arbeitnehmern wird die Steuer nämlich automatisch vom Lohn abgezogen. Nur wenn man selbstständig ist, bekommt man vom zuständigen Finanzamt eine individuelle Steuernummer und muss zu einem festgelegten Termin – meistens einmal im Jahr – eine Steuererklärung abgeben. Verpasst man diesen Termin, muss man mit einem ungnädigen Brief vom Finanzbeamten seines Vertrauens und einer Geldstrafe rechnen.

Wieviel man an Steuern bezahlen muss, kommt ganz auf den monatlichen Verdienst an. Der Steuersatz wird prozentual zum Einkommen ausgerechnet. Hat man während eines Finanzjahres z.B. nicht durchgängig gearbeitet oder den Job gewechselt, kann es natürlich zu Schwankung kommen. Das heißt, verdient man mehr (oder weniger), müssen auch mehr (oder weniger) Steuern gezahlt werden. In diesem Fall macht eine jährliche Steuererklärung Sinn, da man eventuell Geld zurückerstattet bekommt und sich damit doch die schicken Schuhe im Schlussverkauf leisten kann.

Wer Hilfe bei der Steuererklärung braucht, bekommt sie bei einem Steuerberater oder online auf https://finanzonline.bmf.gv.at/eLearning/index.html.

Kurz erklärt: Kapitalsteuer wird von den Zinsen abgezogen, die man bei Geldanlagen (z.B. Sparbüchern oder Aktien) ausbezahlt bekommt.

Aber was passiert, wenn man gar keine Steuern bezahlt? Polizeiaufgebot vor der Tür und Einzelzelle? Laut Rainer Bartusch brauchen sich Angestellte aufgrund des automatischen Abzuges der Steuer vom Gehalt keine Sorgen zu machen, dass sie in Schwierigkeiten geraten. Anders sieht der Fall allerdings bei Selbständigen aus, die auch nach wiederholten Aufforderungen ihrer Steuerpflicht nicht nachkommen. Diese müssen sich dann tatsächlich einem Strafverfahren stellen – aber das ist wirklich nur der äußerste Fall. Also keine Sorge.

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Mit unseren Monatsplanern, Organizern und Kalendern vergessen Sie wichtige Termine, wie Ihre Steuererklärung, garantiert nicht.

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Wenn man selbstständig ist, muss man zu einem festgelegten Termin eine Steuererklärung abgeben. Verpasst man diesen Termin, muss man mit einem ungnädigen Brief vom Finanzbeamten seines Vertrauens und einer Geldstrafe rechnen.
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