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Österreichische Startups vorgestellt: Der Schlussmacher

Österreichische Startups vorgestellt: Der Schlussmacher

„Liebe ist ein Spiel, welches zwei spielen können und jeder gewinnt“, sagt ein Sprichwort. Manchmal wird aus dem Spiel aber leider über kurz oder lang ein „Mensch ärgere dich nicht“. Klar, während man noch die rosarote Brille trägt, erscheint der Gegenüber nahezu perfekt. Man schwebt im siebten Himmel und vergisst alles um sich herum. Nun verblasst der rosa Schimmer oftmals aber schneller, als einem lieb ist und der Partner entpuppt sich als Gegenteil der Traumvorstellung.

Der Frust wächst täglich und irgendwann ist auch der letzte Nerv geraubt. Die Gründe sind endlos – es ging zu schnell, der Partner legt Eigenschaften an den Tag, mit denen man nicht mehr leben kann, „einmal ist keinmal“ wurde eventuell im Bezug auf die Treue zu wörtlich genommen oder es ist ganz einfach die Luft raus. Man kommt zu dem Entschluss, einen Schlussstrich zu ziehen und die Beziehung zu beenden. Bei diesem unangenehmen Schritt kommt Peter Treichl ins Spiel, denn er arbeitet als Trennungsagent und übernimmt den Part des Schlussmachens.

Schlussmacher

http://www.trennungs-agentur.at/wer-sind-wir/

Die Idee , nicht mehr selber den ersten Schritt bei der Trennung zu machen, ist durch den deutschen Film „Der Schlussmacher“ mit Tobias Schweighöfer bekannt geworden und findet immer mehr Anklang. Auf dem Viking Blog stellen wir regelmäßig neue Startups oder außergewöhnliche Unternehmensideen vor. Dieses Mal gehen wir dem Beruf des Trennungsagenten auf den Grund.

Viking: Eine Trennungsagentur – was ist das?

Peter Treichl: „Eine Trennungsagentur ist eine Überbringung von Botschaften. Der Trennungsagent übernimmt im Auftrag des Kunden/der Kundin das „Schlussmachen“.

Viking: Wie ist die Idee, als Schlussmacher zu arbeiten, entstanden?

Peter Treichl: „Die Idee selbst ist eigentlich schon vor gut 6 Jahren entstanden. Da ich seit über 20 Jahren verschiedenste Partnervermittlungen im klassischen Sinne leite und ich mit allen Kunden persönlich zusammensitze, hatte ich öfter das Gefühl, dass die Kunden noch nicht „ganz getrennt“ waren. Aus diesem Grund gründete ich seinerzeit die Trennungsagentur, hatte aber damals weder Zeit noch Muse diese am Markt zu platzieren. Ausschlaggebend war sicher der Film mit Tobias Schweighöfer „Der Schlussmacher“.

Viking: Wann haben Sie damit angefangen und gab es auch mal negative Reaktionen auf Ihre Idee?

Peter Treichl: „Begonnen habe ich damit im Frühjahr 2013, ca. 2 Monate nach dem der Film in den Kinos war. Es gab sowohl positive, wie auch negative Reaktionen“.

Gebrochenes Herz

https://www.flickr.com/photos/80497449@N04/10011881004/

Viking: Wieviel erfahren Sie über die Geschichte Ihrer Kunden?

Peter Treichl: „Leider kann ich mir die Geschichte der Kunden nur in der Kürze anhören. Meistens rufen sie mich aus irgendwelchen Launen heraus, Verletztheit oder aus dem Affekt an, erzählen mir ihre Kurzgeschichte und schicken mich los“.

Viking: Gibt es auch Aufträge die Sie ablehnen?

Peter Treichl: „Einmal hatte ich einen sehr attraktiven Gigolo, der bei mir ein Jahres-Abo für das Schlussmachen bestellen wollte – dies lehnte ich ab“.

Viking: Was sind die Pläne für die Zukunft als Schlussmacher?

Peter Treichl: „Da die Trennungsagentur mein Liebkind geworden ist, sind die Pläne sehr groß. Ich habe vor 3 Jahren schon gesagt, dass es einen Markt dafür gibt und definitiv habe ich damit einen Markt geweckt, den es bis Dato nicht gab. Mein Ziel ist, in den nächsten 2 Jahren mindestens 80 Schlussmacher in Österreich zu positionieren, das heißt ca. ein Schlussmacher pro 100.000 Einwohner. Aufgrund des verstärkten Auftretens wird es in den nächsten Jahren bei uns sicherlich zur Normalität werden, sich einen Schlussmacher zu bestellen“.

Noch mehr über die Arbeit von Peter Treichl erfahren sie hier.

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Falls auch Sie eine ungewöhnliche Unternehmensidee haben, finden Sie bei uns Haftnotizen, Blöcke und Formulare, um Ihren Plan auf Papier zu bringen und dem Traum, selbstständig zu sein, einen Schritt näher zu kommen.

Für noch mehr Informationen rund um Büro und Arbeit schauen Sie doch mal auf unserer Facebook-Seite oder bei uns auf Twitter vorbei.

Man schwebt im siebten Himmel und vergisst alles um sich herum, aber irgendwann verblasst der rosa Schimmer und der Partner entpuppt sich als Gegenteil der Traumvorstellung.
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