Viking AT

Bakterien im Büro – Darauf sollten Sie achten!

Bakterien im Büro – Darauf sollten Sie achten!

Eine regnerische und windige Jahreszeit sorgt dafür, dass immer mehr Kollegen mit verschnupften Nasen und keuchendem Husten das Büro bevölkern. Viele Büromitarbeiter denken, dass sie sich krank an den Schreibtisch schleppen müssen, um das Image zu wahren, aus Angst um den Job oder um dem Arbeitspensum gerecht zu werden. Was dabei außer Acht gelassen wird, ist die hohe Ansteckungsgefahr – vor allem in Großraumbüros. Die Nase juckt oder man hustet schnell in die Hand hinein und schon klingelt das Telefon oder man ist bei der nächsten E-Mail. Viren und Bakterien verbreiten sich damit ziemlich schnell. Deshalb wollten wir mal testen, welche Keime uns wo am häufigsten im Büro begegnen.

Wir haben an unterschiedlichen Stellen im Büro, besonders an gemeinschaftlich genutzten Geräten, Stichproben entnommen. Die Ergebnisse waren teilweise sehr überraschend.

Die Vorgehensweise

Wir haben uns einige Petrischalen mit Agarplatten als Nährböden besorgt. Die kleinen Plastikschalen sind mit Agar gefüllt – eine gelartige Wachstumssubstanz, die für die Züchtung von Mikroorganismen – wie zum Beispiel Bakterien – genutzt wird.

Folgende Materialien haben wir für das Projekt gebraucht:

  • Wattestäbchen
  • Alkoholische Reinigungstücher
  • Klebeband
  • Etikettier-Gerät
  • Antibakterielle Seife

Picture 1

Wir haben uns für unseren Versuch auf Stellen im Büro konzentriert, mit denen die meisten Mitarbeiter im Laufe des Tages in Kontakt geraten. An folgenden Orten haben wir Stichproben entnommen:

  • Wasserkocher
  • Computer-Maus
  • Fotokopierer
  • Computer-Tastatur
  • Schreibtischplatte

Picture 2

  • Gereinigte Computer-Maus
  • Türklinke im Flur
  • Telefonmuschel
  • Angeknabberter Bleistift
  • Angeknabberter Kugelschreiber

Picture 3

Um die Proben zu entnehmen, sollte das Wattestäbchen über die zu testende Stelle gerubbelt werden und dann in einer leichten Zick-Zack-Bewegung über den Agar-Nährboden gestrichen werden.

Hier sind ein paar GIFS von dem Prozess:

http://giphy.com/gifs/l0O9y5jkj10AR7kU8 http://giphy.com/gifs/xTiTnuTQwCLCon9ZbW

Die Stäbchen mussten vor der Nutzung erst einmal mit alkoholischen Reinigungstüchern sterilisiert werden, damit Rückstände von Bakterien auf dem Wattestäbchen selber das Ergebnis nicht manipulieren. Erst wenn sich der Alkohol verflüchtigt hat, ist man in der Lage eine Probe zu entnehmen.

Wir haben dann alle Petrischalen in einem verschlossenen Karton gelagert, denn Bakterien brauchen einen warmen und dunklen Ort, um sich zu entwickeln.

Tipp: Es ist wichtig, Verunreinigungen und Unfälle zu vermeiden. Deshalb sollte man bei einem solchen Projekt methodisch vorgehen.  Es gilt auch: Nach jeder Probe unbedingt die Hände waschen, um Verunreinigungen vorzubeugen!

Die Resultate

Bakterien brauchen vier bis sechs Tage, um sich zu entwickeln. Wir haben das Ergebnis der Tests nach fünf Tagen begutachtet und waren erst einmal mächtig stolz, denn immerhin war es für alle das erste Mal, dass ein Bakterien-Selbsttest durchgeführt wurde. Zur gleichen Zeit waren wir aber auch etwas schockiert über das, was in den Schalen zu erkennen war.

Computer-Maus

Am ersten Beispiel sieht man schon den Unterschied, den eine gereinigte Computer-Maus macht. Die von kranken Kollegen benutzte Computer-Maus zeigt deutlich mehr Keime, als das desinfizierte Exemplar, welches von allen Stichproben die niedrigste Anzahl an Bakterien aufweist.

Picture 4

Fotokopierer

Die Proben, die wir vom Kopierer entnommen haben, haben uns sehr überrascht, denn diese haben mehr Keime gezüchtet, als wir ursprünglich erwartet haben. Dadurch, dass der Kopierer gemeinschaftlich von allen genutzt wird, fühlt sich niemand für die Reinigung zuständig. Da kann es schnell mal passieren, dass man mit Handouts und einem Grippe-Virus wieder an den Schreibtisch geht. Zwei Fliegen mit einem Schlag. Eins steht fest: Unser Kopierer wird ab sofort regelmäßig gereinigt.

Picture 5

Wasserkocher

Die Proben, die wir vom Wasserkocher entnommen haben, sehen von der Form und Farbe her etwas anders aus, als unsere übrigen Stichproben. Der Grund dafür ist, dass es sich beim Wasserkocher um ein Objekt mit einer wärmeren Grundtemperatur handelt. Unser Experte vom staatlichen Mikrobiologie-Labor in Nordirland bestätigt unsere Theorie:

„Temperatur und Nährstoffe sind wichtige Faktoren für das Wachstum der Bakterien. Warme, feuchte Oberflächen weisen daher schon nach wenigen Stunden eine große Anzahl an Keimen auf.“

Picture 6

Bürotür

Kaum ein anderes Objekt wird täglich von wirklich fast allen Mitarbeitern benutzt, wie die Bürotür. Deshalb wird sie auch jeden Tag von Putzkräften gereinigt. Dennoch ist die Tür nicht ganz so keimfrei, wie wir es gerne hätten!

Angeknabberte Stifte

Stifte anzuknabbern hilft vielleicht Stress zu lindern, wenn man für lange Zeit konzentriert am Schreibtisch sitzt und arbeitet. Es ist nicht überraschend, dass angekaute Stifte voller Bakterien sind, die sich tagelang auf dem Stift halten können. Wenn Ihr Kollege Herr Maier sich dann mal kurz den Stift ausleihen möchte, um sich ein paar Notizen zu machen, haben Sie ihn auf diese Weise vielleicht schon angesteckt. Dadurch, dass Stifte auch nicht gereinigt werden, befördern Sie beim Kauen automatisch immer mehr Bakterien in Ihren Mund. Mmmmmhhhh….

Trotzdem ist unser Experte aus Nordirland von dem Ergebnis überrascht:

“Der Kugelschreiber, das Telefon und auch die Tastatur sind verhältnismäßig sauber. Das ist ein bisschen überraschend, denn sie werden immerhin ständig genutzt. Allerdings mag das an der Oberflächendichte liegen, die ein Bakterienwachstum nicht gerade begünstigt.“

Picture 7

Telefon und Tastatur

Wir waren sehr überrascht vom Ergebnis der Telefon- und Tastaturuntersuchung, denn wir haben nicht so viele Bakterien gefunden, wir am Anfang vermutet haben. Es ist möglich, dass wir nach der Desinfektion der Wattestäbchen nicht geduldig genug waren und der Alkohol nicht ganz verdampft war, als wir die Probe genommen haben. In diesem Fall hätten die Alkoholrückstände eine große Anzahl der Bakterien abgetötet.

Picture 8

Aus unserem Bakterien-Projekt sticht vor allem eins hervor: Viele Oberflächen im Büro sind verunreinigt und sollten häufiger desinfiziert werden. Was bei Putzteufeln für eine Herzattacke sorgt, ist jedoch ganz gewöhnlich, denn Mikroorganismen sammeln sich überall an. Allerdings warnt unser Mikrobiologie-Experte auch:

„Mitarbeiter mit kleinen Schnitt- oder Schürfwunden an den Händen können sich leicht durch die Bakterien im Büro infizieren. Generell sind Infektionen allerdings selten, denn unser Immunsystem schützt uns meistens sehr effektiv. Man muss ganz klar sagen, dass im Büro die meisten Infektionen immer noch durch die Luft verbreitet werden, wie zum Beispiel die Weitergabe von Viren bei einer Erkältung. Allerdings sind alle getesteten Oberflächen grundsätzlich in der Lage, infizierte Bakterien durch Kontakt zu übertragen.“

Es war aufschlussreich zu sehen, welche Stellen wir im Büro öfters mal reinigen sollten – besonders zu dieser Jahreszeit. Denn sonst können Sie ebenfalls ganz schnell zum Grippezombie mutieren – und das will ja nun wirklich niemand.

———————–

An welchen Stellen haben Sie die meisten Bakterien vermutet? Wir würden uns freuen, wenn Sie uns Ihre Tipps zum Büroputz auf unserer Twitter oder Facebook Seite verraten würden.

Und wenn Sie jetzt Ihre angekauten Schreibutensilien ersetzen möchten, dann haben wir ein ganzes Sortiment an Stiften für Sie.

Mitarbeiter mit kleinen Schnitt- oder Schürfwunden an den Händen können sich leicht durch die Bakterien im Büro infizieren.
Share on FacebookTweet about this on TwitterPin on PinterestShare on Google+Share on LinkedIn

Comments are closed.