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Ab ins Ausland: Mit oder ohne Arbeitsvisum?

Ab ins Ausland: Mit oder ohne Arbeitsvisum?

Ob für den Job oder die Liebe, der Traum von einem Neubeginn im Ausland lebt in vielen Menschen. Auch, wie es scheint, in den Österreichern und Österreicherinnen, denn laut des Außenministeriums leben derzeit rund 565.000 von uns im Ausland – Tendenz steigend. Die meisten Österreicher und Österreicherinnen zieht es der gemeinsamen Sprache wegen nach Deutschland und in die Schweiz. So leben rund 254.000 unserer Landsleute in Deutschland und weitere 64.000 haben sich in der Schweiz niedergelassen.

AT-Map new

Wie unsere Karte verdeutlicht, liegt auf dem dritten Platz unserer Lieblingsauswanderungsländer die USA, dicht gefolgt von Australien. Andere außereuropäische Zielländer, die gern angesteuert werden, sind Argentinien, Südafrika und Brasilien. Und auch ein kurzer Blick in die Google-Anfragen für Österreich bestätigt, dass die USA weit vorne liegt, wenn wir Informationen rund um das Thema Visum suchen. Besonders zum Jahresbeginn steigt die Zahl der Google-Suchen, und auch die olympischen Sommerspiele, die letztes Jahr im August in Rio de Janeiro stattfanden, scheinen unsere Landsmänner und -frauen dazu inspiriert zu haben, einige Monate vorher gehäuft nach dem Schlagwort „Brasilien Visum“ zu suchen.

AT-Google-Trends

Doch wer es nicht bei Luftschlössern belassen will und sich ein neues Leben im Traumland aufbauen möchte, der muss sich nicht nur auf kulturelle Unterschiede einstellen, sondern auch vermehrt fremde Bürokratie in Kauf nehmen. Relativ einfach ist die Auswanderung in andere EU-Mitgliedsstaaten, denn dank der Bewegungsfreiheit innerhalb der EU haben österreichische Bürger und Bürgerinnen das Privileg sich ohne Arbeitsvisum in Nachbarländern niederlassen zu dürfen. Wer also zum Beispiel im sonnigen Spanien wohnen und arbeiten will, wie zurzeit rund 10.000 unserer Landsleute, kann das ohne viele Hindernisse tun.

DE-EU

Hat man jedoch ein Auge auf Drittstaaten geworfen, kann allein der Antrag für ein Arbeitsvisum eine komplizierte und langwierige Sache sein. Nehmen wir einmal die USA, das drittbeliebteste Auswanderungsland der Österreicher und Österreicherinnen. Spätestens seit US-Präsident Donald Trumps Versuchen die Einreise in die USA für einige ausgewählte Länder zu verbieten, sollte den meisten Auswanderwilligen klargeworden sein, dass die US-Einwanderungsbestimmungen nicht die einfachsten sind. Wer sich dort permanent niederlassen will, braucht dafür ein Einwanderungsvisum. Eine weitere Möglichkeit ist, sich an der jährlichen Green Card-Lotterie zu beteiligen. Hier verlost das US-Außenministerium eine zeitlich unbegrenzte Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung, die sogenannte Green Card. Wer also seinen privaten Öxit wagen will und sein Glück im Land der unbegrenzten Möglichkeiten sucht, sei jedoch gewarnt, denn die Bearbeitung eines Visaantrags beim National Visa Center kann Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern.

AT-USA

Nummer 4, auf der Liste der Länder, in die es wanderlustige Österreicher und Österreicherinnen zieht – Australien – hat ebenfalls strikte Visabestimmungen. Wer von einem Neustart in Down Under träumt, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, um bei der Visumsantragstellung erfolgreich zu sein. Denn als klassisches Auswanderungsland kann Australien zwischen den absolut besten Kandidaten wählen. Hilfreich ist es einen Beruf auszuüben, in dem Fachkräfte gebraucht werden. Gefragt ist zum Beispiel Fachpersonal in medizinischen Bereichen. Ein Jobangebot, gute Englischkenntnisse, Arbeitserfahrung und Alter sind weitere Pluspunkte für Antragsteller.

AT-Australien

Strenge Auflagen müssen zudem Leute erfüllen, die nach Südamerika auswandern wollen. Argentinien zum Beispiel, wohin es rund 17.000 ÖsterreicherInnen verschlagen hat, verlangt von Antragstellern ein polizeiliches Führungszeugnis für die letzten fünf Jahre sowie ein ärztliches Gesundheitszeugnis. Und ohne ein konkretes Jobangebot werden Bewerber für ein brasilianisches Arbeitsvisum nicht in Betracht gezogen. Hier muss der zukünftige Arbeitgeber das Visum beim brasilianischen Arbeitsministerium beantragen. Die folgenden zwei Grafiken geben Auskunft über die Einwanderungsbedingungen, die in Brasilien und Argentinien erfüllt werden müssen.

AT-Argentinien

AT-Brasillien

Zuletzt haben wir Südafrika, das für viele ÖsterreicherInnen, genau genommen 14.000 von ihnen, der Zielort war. Auch hier gelten strenge Visabestimmungen, denn Menschen, die hier arbeiten und leben wollen, müssen nicht nur ein polizeiliches sowie ärztliches Zeugnis vorlegen, sondern auch einen unterzeichneten Arbeitsvertrag vorweisen können. Zudem ist der zukünftige Arbeitgeber dazu verpflichtet zu beweisen, dass die vergebene Stelle nicht von einem Einheimischen hätte gefüllt werden können.
AT-Sudafrika

Bitte beachten Sie, dass sich Visabestimmungen der obengenannten Länder jederzeit ändern können. Für aktuelle Informationen kontaktieren Sie bitte die Auslandsvertretungen der einzelnen Länder.

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Hat man ein Auge auf Nicht-EU-Staaten geworfen, kann allein der Antrag für ein Arbeitsvisum eine komplizierte und langwierige Sache sein.
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