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Flexibel arbeiten – flexibel leben?

Flexibel arbeiten – flexibel leben?

Montag bis Freitag jeden Morgen um 8 Uhr pünktlich in der Arbeit sein, um 12:30 Uhr eine Stunde Mittagspause machen und um 17:00 Uhr so schnell wie möglich den Arbeitsplatz verlassen. Kommt Ihnen bekannt vor? Über 4 Mio erwerbstätige Österreicher kennen diesen Ablauf, der meist nur wenig Freiheiten für eine selbstständige Arbeitseinteilung lässt und das Wochenende zwingend zu Organisations- und weniger zu Ruhetagen werden lässt. Wie oft muss man ewig auf einen Termin im Amt warten, sich dafür Stunden frei nehmen oder es überhaupt auf die Urlaubswoche verschieben? Was auch immer Sie machen wollen würden – mit fixen Arbeitszeiten bleibt leider nur wenig Raum für Flexibilität. Das dieses Prinzip der fixierten Arbeitszeiten schon eher veraltet ist, lässt sich erahnen. Mit der ständigen Weiterentwicklung der Technologie, der Globalisierung und der Digitalisierung, verändern sich auch unsere Arbeitszeitmodelle. Immer öfter hört man von flexiblen Arbeitszeiten, oder wie es in Österreich oft betitelt wird, Gleitzeit, oder vom Home-Office. Wir haben uns einmal die Vor – und Nachteile von Arbeitszeiten ohne starres Gerüst aus Unternehmens- sowie Mitarbeitersicht angesehen.

Handschlag

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Man lernt es in so ziemlich jedem Management-Seminar: Glückliche Mitarbeiter sind produktive Mitarbeiter. Flexible Arbeitszeiten klingen jedoch für viele Erwerbstätige in Österreich wie ein Traum. Einfach mal so arbeiten, wann es zum Familienleben und dem eigenen Biorhythmus passt – wäre das nicht super?

Laut einer Berichterstattung des HR Webs, hält sich in österreichischen Unternehmen momentan noch die Waage zwischen altbewehrten und modernen Arbeitszeitregelungen. Ein Grund für viele Firmen, um nicht auf mehr Flexibilität bei der Arbeitszeit umzustellen, ist die Angst des Produktivitätsverlusts und auch der Kontrollverlust über die Mitarbeiter. Home-Office Möglichkeiten gehören hier noch zur Seltenheit. Der Trend geht aber definitiv in Richtung flexiblere Arbeitszeit. Ein Modell, das einen guten Kompromiss zwischen Unternehmen und Angestellten beinhaltet, ist das Gleitzeitmodell bzw. diverse Formen davon. Es sind noch immer internationale Konzerne, die mit solchen Konzepten Vorreiter sind. Laut einer Deloitte Umfrage sind die häufigsten flexiblen Arbeitszeitmodelle in Österreich mit 63% Gleitzeitmodelle.

Bei diesem Modell, können Beschäftigte innerhalb eines gewissen Rahmens, den sogenannten Gleitzeitspannen, Arbeitsbeginn und Arbeitsende selbst festlegen. In den meisten Betrieben gibt es jedoch Kernarbeitszeiten, in denen die Mitarbeiter anwesend sein müssen. Den Rest regelt ein Arbeitszeitkonto. Wie lange Angestellte Zeit haben, Plus- oder Minusstunden auszugleichen, legt das Unternehmen fest.

Vorteile für Unternehmen und Mitarbeiter: Private Termine, wie beispielsweise Arztbesuche, werden zur alleinigen Sache des Angestellten, da sie in der Gleitzeit erledigt werden können.

Der Nachteil: Die Nachteile halten sich in Grenzen. Es kann jedoch sinnvoll sein, aus Sicht des Arbeitgebers, sich die Arbeitszeitkonten der Mitarbeiter hin und wieder anzusehen, um das Ansammeln von extrem viele Überstunden zu vermeiden. Denn bei mehr Selbstständigkeit beim Zeitmanagement ist auch Vorsicht geboten. Was zunächst gut klingt, kann für manche Arbeitnehmer auch zum Problem werden. Viele freuen sich über die ungewohnte Freiheit, haben aber Probleme, sich ihre Zeit richtig einzuteilen und arbeiten dann ohne es zu wissen mehr Stunden, als vertraglich vereinbart ist.

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Flexible Arbeitszeiten schaffen, wie schon erwähnt, vor allem wertvolle Bedingungen für die Vereinbarkeit von Job und Familie. Als Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern mehr Vertrauen und Selbstständigkeit zu geben, kann auch die Loyalität der Mitarbeiter erhöhen. Auch aus wirtschaftlicher Sicht sind flexible Arbeitszeiten und mobiles Arbeiten mit Sicherheit ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen. Arbeiten, wo und wann man will, etabliert sich als Kriterium, welches Bewerbern bei der Unternehmenswahl wichtig ist. Diese Möglichkeit anzubieten, erweitert den Pool an hoch qualifizierten Mitarbeitern, die an offenen Stellen interessiert sein könnten. Besonders durch das Home-Office ist es möglich, auf größere Arbeitsmärkte zurückzugreifen, da Anfahrtszeiten nicht mehr zwingend täglich anfallen.

Flexible Arbeitszeiten bieten mehr Vor- wie Nachteile. Um für beide Seiten einen passenden Rahmen zu schaffen, ist es wichtig, dass möglichst viele Details schriftlich fixiert werden. Zum Beispiel sollten folgende Fragen vorher geklärt werden: Wie viele Stunden sollen gearbeitet werden? Welche Projekte müssen wann erledigt werden? Muss der Arbeitnehmer zu bestimmten Tagen oder Ereignissen trotzdem immer im Büro sein? Denn Fakt ist: Je mehr Details geregelt sind, desto seltener kommt es nachher zu Missverständnissen.

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Wenn Sie bereits den Traum von flexiblen Arbeitszeiten leben und mehr Organisation in Ihr Arbeitsleben bringen möchten, haben wir für Sie Agenden & Kalender.

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Als Arbeitgeber seinen Arbeitnehmern mehr Vertrauen und Selbstständigkeit zu geben, kann die Loyalität der Mitarbeiter erhöhen.
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